Kostenfreier Versand ab 49 €
6–8 Werktage Lieferzeit
wein_richtig_verkosten

So verkostest du Wein richtig!

Schritt 1 – Farbe des Weins

Auch wenn es bei einem leckeren Wein schwer fällt, der erste Eindruck des Weins wird im Glas festgestellt. Dieser erste Blick auf den Wein verrät bereits wie der Wein hergestellt wurde und was uns erwartet.

Gewöhnlich hält man das gefüllte Glas vor einem weißen Hintergrund, um die Farbnuancen am besten zu erkennen.

Für den Weißwein gilt, je heller und leuchtender der Wein, desto frischer wird der Wein schmecken. Sieht man im Glas ein kräftiges tiefes Gelb, wird der Wein ebenfalls kräftiger und Vollmundiger schmecken. Dieser wird wird vermutlich im Eichenfass gelagert worden sein oder hat länger auf der Hefe gelegen.

Jetzt kommt das beste: Für den Rotwein kann man dieses Prinzip auch anwenden, je heller die Farbe des Weines desto leichter wird dieser im Mund erscheinen, je tiefer und dunkler die Farbe desto kräftiger und gereifter ist der Rotwein.

 

Schritt 2 – Geruch des Weins

Nach der äußeren Begutachtung des Weins folgt der nächste Schritt – wonach riecht der Wein?

Durch das Begutachten im Glas hat der Wein schon etwas Luft abbekommen und die Aromen entwickeln sich bereits im Glas. Häufig werden Rotweine und Weißweine leicht im Glas geschwenkt – ein Plus zur Entwicklung der Aromen aber kein Muss. Jetzt ist die Nase gefragt. Diese sollte möglichst tief ins Weinglas gesteckt werden (Achtung bei zu voll gefüllten Gläsern) und das Sinnesorgan beginnt mit seiner Arbeit. Dabei gilt bei uns: Jeder Mensch hat unterschiedliche Erinnerungen und Erfahrungen mit Gerüchen gemacht. Wo der eine vielleicht Limette riecht, bemerkt jemand anderes Zitrone oder Apfel – jeder hat Recht. Die Richtung ist hier der Weg, so riechen frische Weißweine nach grünem Obst, reife Weißweine auch gern mal nach Birnenkompott mit Vanille. Junge Rotweine duften gern mal nach Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder auch Flieder, gereifte Rotweine riechen oft nach reifer Kirsche, Johannesbeere aber auch Tabak oder Speck. Der Phantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt.

Zu guter Letzt gibt es auch noch Wein, der “korkt”. Um mit einem Mythos direkt aufzuräumen: Jeder Wein kann “Kork haben”. Vorrangig entsteht dieser Weinfehler durch in Naturkorken enthaltene Stoffe (TCA, Trichloranisol) und sorgt für diesen muffigen Geruch in der Nase. Dieser Stoff wurde aber genauso bei Weinen mit Schraubverschluss oder Plastikkorken nachgewiesen. Falls der Wein also streng muffig oder nach nassem Keller riecht, am besten die nächste Flasche öffnen und genießen.

Schritt 3 – Geschmack des Weins

Endlich der finale Schritt, der Wein darf getrunken werden! Aber nicht so hastig, auch Wein kann man auf der Zunge zergehen lassen.

Nach dem ersten Schluck im Mund wird der Wein gewöhnlich noch einmal im Mund geschlürft. Dabei werden alle Geschmacksknospen und die Schleimhäute mit dem edlen Tropfen benetzt und durch die leichte Lufteinströme entfaltet sich das Aroma erneut. Aber wer das nicht mag, lässt es!

Auch hier gilt das gleiche wie beim Geruch, jeder schmeckt das, was er kennt und in Erinnerung oder als Erfahrung hat. Zieht einem der Wein direkt die Spucke aus dem Mund und er wird trocken, spricht es für einen hohen Anteil an Tanninen (Gerbstoffen) – ein heiß diskutiertes Thema am Tisch, denn ein Weingenießer liebt es, der andere nicht. Häufig merkt man bei jungen Weine eine knackige Frische im Munde, eine fesselnde Säure, einen fruchtigen Abgang. Gereifte Weine füllen den Mund mit Wärme und intensivem Aroma. Doch die Hauptsache ist und bleibt: Der Wein muss schmecken!

In diesem Sinne, lasse dir die Foodist Weinwelt schmecken und probiere das Tasting beim nächsten gemütlichen Abend mit der Familie, Freunden oder Bekannten aus.

shutterstock_1191840601

Kommentare