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Pflanzenmilch selber machen

Pflanzenmilch ist die neue Kuhmilch! Wer sich vegan ernährt, muss sein Müsli schon lange nicht mehr ohne Milch frühstücken und auch auf Milchschaum im Cappuccino nicht verzichten. Onlineshops und Supermarktregale sind mit Pflanzendrinks als Milchalternative prall gefüllt – Reismilch, Hafermilch, Mandelmilch oder Erbsenmilch machen der Kuhmilch tierisch Konkurrenz. Warum es sich trotzdem lohnt, pflanzlichen Milchersatz selber zu machen? Frischer Geschmack, deutlich weniger Verpackungsmüll und du weißt wirklich ganz genau, was alles drin steckt (nämlich keine Zusatz- oder Konservierungsstoffe). Mit unserer Anleitung und hilfreichen Tipps bist du für die Pflanzenmilch-Herstellung gut gerüstet.

Good to know: Pflanzliche Alternativen dürfen nicht als Milch bezeichnet werden, die Bezeichnung ist rechtlich geschützt und bezieht sich nur auf Kuhmilch (bzw. Ziegen- oder Schafsmilch). Vegane Produkte heißen im Supermarkt oder der Gastronomie deshalb „Drink”.

Pflanzendrinks selber machen Teil 1: Zutaten auswählen und vorbereiten
Woraus du deine vegane „Milch” herstellen möchtest, bleibt dir überlassen. Als Grundzutat kommen beispielsweise Getreide wie Hafer, Hirse oder Dinkel, Nüsse wie Hasel- oder Cashewnüsse, Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Mandeln, Reis oder auch Sojabohnen in Frage. Nüsse sollten über Nacht oder für mindestens vier Stunden eingeweicht werden und können mit oder ohne Schale weiterverarbeitet werden. Sojabohnen müssen ebenfalls einweichen und anschließend noch für ca. 20 Minuten gekocht werden. Bei Haferflocken ist das nicht notwendig und du kannst direkt loslegen (bei Haferkörnern sieht das schon wieder anders aus: Diese müssen wie Nüsse einweichen). Reis solltest du vorher kochen.

Zu den Mengenverhältnissen: Für 1 Liter Wasser benötigst du ca. 100 g Grundzutat, je nachdem, wie cremig der Drink werden soll. Mit verschiedenen Zutaten nach Wahl kannst du ihn verfeinern, beispielsweise mit etwas gemahlener Vanille, Zimt oder Kakaopulver für Schokomilch (passt z.B. bei Hafer- oder Nussdrinks gut). Außerdem sorgen Datteln, Rosinen oder Ahornsirup bei Bedarf für etwas Süße (Beispiel Haferdrink: 100 g zarte Haferflocken, 1 L Wasser, 2 bis 3 Datteln, 1 Prise Salz).

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Pflanzendrinks selber machen Teil 2: Equipment
Die Zutaten stehen bereit, jetzt kommen wir zum passenden Equipment. Erstens: ein guter Mixer. Je feiner die Inhaltsstoffe zerkleinert werden, desto besser wird das Ergebnis. Du kannst auch einen Pürierstab verwenden, dann solltest du deine Grundzutat zunächst mit einem Teil Wasser gründlich pürieren und dann erst das restliche Wasser hinzufügen. Zweitens: Ein Utensil zum Filtern. Dafür lohnt sich die Anschaffung von einem Pflanzenmilchbeutel (zum Beispiel dieser Nussmilchbeutel). Alternativ kannst du dafür ein Geschirrhandtuch o.Ä. nehmen, dabei wird die Flüssigkeit aber nicht so fein gefiltert. Drittens: Zum Abfüllen ist ein Trichter hilfreich. Und viertens: saubere Flaschen. Alte Glasflaschen tun es auch, diese solltest du nur gründlich säubern und in kochendem Wasser sterilisieren.

Pflanzendrinks selber machen Teil 3: Zubereitung
Du hast deine Zutaten und das Equipment parat? Dann geht es an die Zubereitung! Und die ist ganz einfach: Gib alle Zutaten in deinen Mixer und zerkleinere alles ein paar Minuten lang. Dann filterst du die Flüssigkeit durch den Milchbeutel und quetscht ihn über einer großen Schüssel aus. Die Milch gießt du anschließend durch den Trichter in die Glasflasche. Tadaa, deine eigene Milchalternative ist fertig! Im Kühlschrank ist sie nun drei bis vier Tage haltbar. Da die selbst gemachten Pflanzendrinks keine Stabilisatoren enthalten, können sie sich im Kühlschrank absetzen. Davon nicht abschrecken lassen, einfach kurz schütteln. Die Reste aus dem Milchbeutel kannst du anschließend zum Kochen oder Backen verwenden, sodass du nichts entsorgen musst (Smoothies! Aufstrich! Pfannkuchen! Porridge!).

Mandelmilch, Nussmilch, Reismilch: Welcher Milchersatz ist der beste?
Heißgeliebte Hafermilch: Aus guten Gründen ist diese pflanzliche Milchalternative für viele der absolute Favorit. Sie ist super cremig, hat einen feinen „getreidigen” Geschmack und ist dadurch besonders gut für Porridge, Müsli oder auch für Kaffee geeignet. Wenn du Haferflocken verwendest, geht die Herstellung richtig schnell. Und last but not least ist Hafer ein regionales Getreide, das nicht erst aus Südamerika oder Asien zu uns transportiert werden muss. Sehr reichhaltig und schmackhaft ist außerdem Cashewmilch – Cashewnüsse sind allerdings deutlich teurer als beispielsweise Haferflocken. Aus Nüssen gewonnene Milchalternativen schmecken logischerweise etwas nussig, was zu vielen Gerichten, Gebäck und Getränken prima passt. Mandel- und Sojadrinks eignen sich gut zum Kochen. Welcher Pflanzendrink für dich am besten geeignet ist, bleibt zusammengefasst Geschmackssache und hängt auch davon ab, wofür du ihn verwenden möchtest. Natürlich schmeckt Pflanzenmilch anders als Kuhmilch, vielleicht magst du die ein oder andere Variante aber auch viel lieber. Probiere es einfach aus!

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Tipps & Tricks: selbstgemachte Pflanzenmilch aufschäumen für perfekten Kaffee
Zuhause einen Cappuccino oder Latte Macchiato schlürfen, das klappt auch mit veganen Ersatzprodukten. Neben gutem Kaffee ist hier der Milchschaum das A und O. Konsistenz und Geschmack müssen schon passen, das ist eine Wissenschaft für sich. Und welche Pflanzenmilch macht sich am besten im Kaffee? Grundsätzlich passen Hafer- und Nussdrinks gut. Da diese Sorten einen hohen Eiweißgehalt haben, lassen sie sich gut aufschäumen. Kleiner Trick: Füge deiner selbst gemachten „Milch” noch etwas Öl (Rapsöl oder Sonnenblumenöl) hinzu, so wird der Schaum noch schöner!

Fazit
Pflanzenmilch selber herzustellen ist gar nicht so kompliziert, oder? Mit wenig Equipment und zwei, drei Zutaten hast du im Nu deine eigene frische, vegane und nachhaltige Milchalternative. Leicht, lecker und nicht nur für Veganer ein großer Genuss! Jetzt musst du nur noch herausfinden, welche Variante du am liebsten magst.

 

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