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Leckere Vitamine von der Wiese

Aromatisch und robust: der Giersch
Für Gartenbesitzer und Hobbygärtner ist er neben Schnecken der Staatsfeind Nr. 1: Giersch. Doch all jene, die sich gerne aus der Natur bedienen oder sonntags mal wieder feststellen, dass der Kühlschrank leer ist, lachen sich ins Fäustchen. Denn der verbreitungsfreudige und voller Vitamine steckende Giersch ist immer da und allzeit zur Ernte bereit. Wo man ihn findet? In Beeten, auf unbebauten Flächen, in städtischen Blumenrabatten, in Parks, Wäldern, unter Hecken – kurz: einfach überall, wo es gut gedüngtist. In der Küche beweist sich das nach Sellerie duftende und schmeckende Kraut als wahrer Alleskönner. Übrigens: Von den Blättern über die Blattstiele bis hin zu den weißen Doldenblüten – essbar ist die gesamte Pflanze!

Knackiger Giersch-Salat für 4 Personen
4 Handvoll Gierschblätter zerkleinern. Blattstiele nicht entsorgen, aber in ca. 1 cm lange Stücke schneiden. 3 Knoblauchzehen und 1 Zwiebel fein hacken. Gierschblätter in 2 EL Öl ca. 10 Minuten dünsten, dann Knoblauch und Zwiebel ein paar weitere Minuten
mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Mit Kartoffeln oder zu frischem Brot genießen.

Löwenzahnkaffee
Wem das noch nicht genug ist, der probiert es mal mit Löwenzahnkaffee: Wurzeln ausgraben und 10 Minuten in Wasser einlegen, damit sich die anhaftende Erde löst. Mit einer feinen Bürste sauber schrubben. In kleine Stücke schneiden, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech im Ofen bei 200° C 15 Minuten rösten. Immer wieder umdrehen, damit sie gleichmäßig braun werden. In einer Kaffeemühle mahlen. 1 gehäuften TL des Pulvers mit 150 ml kochendem Wasser aufbrühen und 5 Minuten ziehen lassen. Durch einen Kaffeefilter gießen oder warten, bis sich das Pulver unten absetzt wie beim Espresso.

Löwenzahnpulver
Wer sich gerne auf Veggie-Messen rumtreibt, der weiß: Löwenzahnpulver ist der neueste Schrei, sind hier doch besonders viele begehrte Spurenelemente wie Kobalt, Kupfer und Molybdän enthalten. Noch dazu ist die Wildpflanze kaliumreich, stark basisch und schwemmt Harnsäure aus. Einziger Wermutstropfen: Das Pulver ist alles andere als preiswert. Wie es deutlich günstiger geht? Beim nächsten Spaziergang oder in deinem eigenen Garten einfach die Augen nach der Wildpflanze offen halten, pflücken, waschen und roh (bis zu einem Tag im Kühlschrank haltbar) oder getrocknet im Salat oder Smoothie genießen. Nicht nur lecker und gesund – die sonnengelben Blüten sorgen hübsch drapiert auf der Speise oder dem Tellerrand für das optische i-Tüpfelchen.

Gratis Superfood
Nahrungsergänzungsmittel ade! Wusstest du, dass in 100 Gramm Brennnesseln ca. 300 Milligramm Vitamin C (das Dreifache des empfohlenen Tagesbedarfs) sowie 600 Milligramm Kalzium
(etwas mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs) stecken? Auch Eisen, Silizium und viele weitere Spurenelemente und Vitamine verstecken sich in der Pflanze, die aufgrund der Brennhärchen unangenehmes Hautbrennen auslösen kann. Deshalb heißt es jetzt: Keinesfalls kopflos vorgehen! Vor dem Pflücken besser Handschuhe anziehen und anschließend mit einem Nudelholz über die
Pflanze überwalzen oder kurz in warmes Wasser legen. Im Nu sind die Härchen kaputt, das Nesselgift tritt aus und kann keine Quaddeln mehr
hervorrufen. Jetzt kannst du die Brennnesseln getrost für Salate, Smoothies, Säfte, Kräuterdips und Joghurtsaucen verwenden. Lecker!

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