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Die Geschichte von Lindt

Wer das Wort „Lindt” hört, denkt direkt an köstliche Schokoladen und feine Pralinen, die im Mund dahinschmelzen und himmlischen Schoko-Genuss versprechen. Und das schon seit 1879: Damals revolutionierte Rodolphe Lindt mit einer grandiosen Erfindung (oder einem glücklichen Zufall) die Schokoladenproduktion.

Stecken wir uns heute genüsslich ein Stück Schokolade in den Mund, so hat das nichts mit dem Produkt zu tun, das Menschen früher naschten. Schokolade hat eine jahrtausendealte Tradition und war ursprünglich als Getränk bekannt. Die ersten festen Tafeln waren eher brüchig und sandig, der Geschmack etwas bitter. Schokolade war dennoch ein kostbares Genussmittel. Das 19. Jahrhundert war die Zeit der Pioniere, neue Maschinen und Erfindungen änderten das Leben von Grund auf und auch an der Schokolade wurde getüftelt. Die Schweiz spielte dabei eine wichtige Rolle. Dort begann die Produktion von Schokolade im frühen 19. Jahrhundert, 1875 erfanden Schweizer die Milchschokolade. In der Schweiz, genauer in Bern, erblickte auch Rodolphe Lindt das Licht der Welt – der Gründer der Lindt Schokoladenfabrik und Pionier der Schokoladenherstellung.

Ein Schokoladenfabrikant mit großen Zielen
Aber eins nach dem anderen: Ab 1873 absolvierte der Sohn eines Apothekers in Lausanne eine Lehre bei einem Schokoladenbetrieb von Verwandten und erwarb 1879 schließlich zwei Fabriken und einige alte Maschinen nahe seiner Heimatstadt. Der damals 24-Jährige hatte sich viel vorgenommen und wollte Schokolade in einer ganz neuen Qualität kreieren. Noch im gleichen Jahr gelang ihm das. Eines Tages gab er die Kakaomasse in seine Maschine, und ob es nun Absicht war oder Rodolphe Lindt, als er sich am Freitag auf ins Wochenende machte, vergaß, die Maschine auszuschalten: Ganze drei Tage rührte sie ununterbrochen. Am Montag Morgen erlebte Lindt ein schokoladiges Wunder und kostete erstmals eine Masse, die auf der Zunge zergeht und ihre vollen Aromen entfaltet hatte. Mit der Erfindung des Conchierverfahrens schrieb er Schokoladengeschichte und war seinen Konkurrenten fortan deutlich überlegen. Trotzdem expandiert er nicht, die „chocolat fondant” blieb ein exklusiver Genuss. Das hat sich heute zum Glück geändert und die Lindt-Schokoladen sind auch ohne lange Lieferzeiten für Naschkatzen stets zu haben!

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Was lange rührt, wird endlich gut: das Conchierverfahren
Rodolphe Lindt hatte zum Glück einen Bruder, der als Apotheker mit Rat zur Seite stand und wusste, dass der Schokolade noch mehr Feuchtigkeit entzogen werden muss. Sonst kristallisiert Zucker und die Struktur der Schokolade wird brüchig. In der von Rodolphe Lindt entwickelten Conchiermaschine wird die Schokolade in einem flachen Becken gerührt, über dem sich Granitwalzen hin- und herbewegen. Durch die Reibung entsteht Hitze und die Schokolade wird erwärmt. Als Lindt die Maschine für drei Tage laufen ließ, entstand erstmals samtige Schokolade mit mattem Glanz und guter Formbarkeit. Mit der Erfindung des Conchierens verfeinerte Rodolphe Lindt nicht nur die Konsistenz, sondern auch den Geschmack. Bei dem Prozess verflüchtigen sich unangenehme Aromen und bittere Noten. Mittlerweile hat sich das Conchierverfahren international durchgesetzt, inzwischen dauert es dank noch besserer Technologien nicht mehr ganz so lange. Dem Geheimrezept von Lindt konnte aber bisher noch keiner hundertprozentig auf die Schliche kommen!

Und heute? Schokolade neu entdecken
1899 verkaufte Rodolphe Lindt seine Fabrik und das Geheimrezept an Sprüngli – die Geburtsstunde von Lindt & Sprüngli. Der Schokoladenhersteller beschert uns heute mit klassischen Tafeln, Pralinés und innovativen Schoko-Spezialitäten süße Momente. Für wahre Chocoholics gibt es übrigens den Lindt Chocoladen Club: Monatlich erhältst du sechs bis acht köstliche Lindt-Produkte und noch unbekannte, neu kreierte Leckereien. Die Geschichte der Schokolade ist schließlich noch lange nicht vorbei!

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